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DPF - Dieselpartikelfilter | Funktionsweise & Nutzen

Ohne einen Dieselpartikelfilter sind heutzutage keine neuen Dieselfahrzeuge mehr unterwegs. Es handelt sich um eine Technologie, mit der Rußpartikel aus den Abgasen gefiltert werden und die somit für ein Plus an Umweltfreundlichkeit sorgt. Dieselpartikelfilter reinigen die Abgase und wurden bereits während des Ersten Weltkriegs genutzt. Interessant daran ist die Tatsache, dass es sich seinerzeit eher um Vorrichtungen zur Tarnung handelte, die die Rußfahnen von Schiffen verschleiern sollten. Bei Großmotoren werden Dieselpartikelfilter seit den 1970er Jahren eingesetzt, im PKW-Sektor war es die S-Klasse von Mercedes-Benz, die im Jahr 1985 zum ersten Mal mit einer entsprechenden Technologie arbeitete. Als Jahr des Durchbruchs gilt jedoch 2000, als sowohl Citroën als auch Peugeot mit entsprechender Technik aufwarteten.

DPF - Dieselpartikelfilter | Auto-Lexikon

Was ist ein DPF und wie funktioniert er?

Ein DPF arbeitet mit Hilfe einer Filterwand. Die Abgase gelangen über einen Eintrittskanal aus dem Motor in den Filter. Dieser besteht aus Keramik oder auch aus Metall und sorgt aufgrund des physikalischen Prozesses der Adhäsion (deutsch: Aneinanderhaften) dafür, dass die Rußpartikel aus dem Abgas verschwinden. Ist der Dieselpartikelfilter voll, so werden die Abgase bei einer Temperatur von mehr als 550°C abgebrannt bzw. abgefackelt. Der Vorgang, der auch als Regeneration des Partikelfilters bezeichnet wird, sorgt dafür, dass lediglich CO2 und Wasserdampf zurückbleibt. Kennzeichnend für den Prozess ist dessen automatisches Zustandekommen, wann immer die Abgase eine ausreichende Temperatur erreichen, was beispielsweise bei schnellem Fahren der Fall ist. Es ist jedoch auch möglich, die Abgastemperatur gezielt zu erhöhen oder ein Additiv zu nutzen, dank dem der Ruß bereits bei rund 400°C zündet. Ist der Dieselpartikelfilter voll und die gewünschte Temperatur wurde noch nicht erreicht, so schaltet sich bei den meisten Fahrzeugen eine Kontrollleuchte an und weist auf die Erfordernis einer „Regenerationsfahrt“ oder eines Besuchs in einer Kfz-Werkstatt hin.

Welchen Nutzen hat ein DPF?

Wie es der Name bereits sagt, bringt ein DPF eine deutliche Reduzierung von Partikeln bzw. im speziellen von Rußpartikeln und damit eine Verbesserung der Abgase. Aus diesem Grund wurde die Nachrüstung über viele Jahre steuerlich gefördert, während Fahrzeuge ohne DPF mit einem Steueraufschlag belegt wurden. Heutzutage gehört der Dieselpartikelfilter zur Serienausstattung von Dieselfahrzeugen, damit diese die erforderlichen Abgasnormen erfüllen können. Ein DPF hilft also sowohl dem Klima als auch dem Geldbeutel.

Wann sollte ein Partikelfilter getauscht werden?

In aller Regel geht man von einer Lebensdauer eines DPF von rund 120.000 Kilometern bis 180.000 Kilometern aus. Der Zustand eines DPF wird in der Regel auch im Rahmen einer Inspektion unter die Lupe genommen. Beim physikalischen Reinigungsprozess bzw. beim anschließenden Regenerieren entsteht als Abfallprodukt Asche, die im Filter verbleibt. Ein Partikelfilter muss immer dann getauscht werden, wenn die Belastungmit Asche zu hoch ist. Eine Regeneration ist dann nicht mehr möglich unddie Intervalle für die Regeneration werden immer häufiger. Im Laufe der Zeit kann sich ein überfüllter DPF z.B. durch einen erhöhten Verbrauch oder im schlimmsten Fall auch durch einen Motorschäden äußern. Neben dem Tausch des DPF besteht auch die Option einer Reinigung, die allerdings kontrovers diskutiert wird.

Ist eine Reinigung des DPF sinnvoll?

Kann ein Dieselpartikelfilter gereinigt werden? Diese Frage taucht immer wieder auf und wird von Experten kontrovers diskutiert. Es existieren zwar eine Reihe von Anbietern, die einen entsprechenden Prozess anbieten und auch chemische Reinigungsmittel sind auf dem Markt. Auf der anderen Seite sind Automobilhersteller gegen eine Reinigung und auch der ADAC zeigte sich zu Beginn des Jahres 2019 noch sehr skeptisch gegenüber der Reinigung anstelle eines Auswechselns. Die Erfolge oder auch Misserfolge einer Reinigung werden sich über die nächsten Jahre zeigen und zu einem besseren Verständnis über den Nutzen einer Reinigung führen. Momentan wird eine Reinigung eher bei Fahrzeugen mit einer hohen Laufleistung und einem geringeren Gegenwert empfohlen, da hier kein zu großer Schaden anrichtbar ist.

 

 


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