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Neue Automarken - Welche neuen Automarken gibt es?

checkmarkÜberblick über die Brands der letzten Jahre
checkmarkFisker, Sono & Sony als neue Player
checkmarkNewcomer aus China wie Aiways und Lynk & Co

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Der Automarkt ist in Bewegung, wie selten zuvor. Vor allem die voranschreitende Elektrifizierung sorgt für ein Plus an Marken und eine nie gekannte Vielfalt. Für die Platzhirsche bedeutet dies ein engeres Zusammenrücken, denn nur zum Teil sind die neuen Marken Ableger etablierter Autobauer. Spannend ist dabei, dass sich Start-Ups, Elektronikkonzerne aber auch Autobauer und Tuner mit Tradition an einem Markteintritt bei den E-Autos versuchen. Des Weiteren stammen die neuen „Player“ in der Autobranche nicht mehr nur aus Deutschland, Europa und den USA sowie Japan und Korea, sondern auch aus Russland, der Türkei und China.

Cupra Born bei Sixt Neuwagen

Neue Automarken der letzten Jahrzehnte

Der Trend zu neuen Automarken hat sich bereits in den letzten Jahrzehnten abgezeichnet. Zu Beginn der 1990er Jahren betraten die koreanischen Autobauer den deutschen Markt und auch Dacia ist zwar eine alte und traditionsreiche Marke, war jedoch bis zum Fall des Eisernen Vorhang nicht in Deutschland zu haben. Dahinter steht mit Renault ein großer Autokonzern und auch Seat hat mit CUPRA eine eigene Marke ausgegliedert. Das Prinzip entspricht dem, was Toyota mit Lexus, Honda mit Acura sowie Nissan mit Infiniti vormacht – edlere Autos sollen unter einem eigenen Label vermarktet werden. Wie gut das funktioniert, weiß man auch bei Citroen, weshalb seit einigen Jahren die eleganten DS in die Fußstapfen der „Göttin“ aus den 1950er bis 70er Jahre treten. Bei allen genannten Marken handelt es sich jedoch um klassische Automobilhersteller, hinter denen größere Konzerne stehen. Mit anderen Worten wurden „nur“ Marken erfunden, die Antriebe und Plattformen stammen jedoch von den Mutterkonzernen.

Neue Automarken mit Elektroantrieb

Komplett neue Automarken sind fast ausschließlich auf dem Welt der Elektromobilität zu finden. Der Grund liegt in der Konstruktion eines E-Motors, die weit simpler als die eines Verbrennungsmotors ausfällt. Für einen Benziner oder Diesel sind im Schnitt rund 1.400 Einzelteile erforderlich, ein Stromantrieb ist mit 200 Teilen zusammengeschraubt. Hieraus folgt, dass nicht mehr unbedingt Großkonzerne erforderlich sind, um neue Motoren und frische Technologien nach vorn zu bringen, sondern auch eine Reihe von Start-Ups auf den Markt drängen. Und das mit viel frischen Ideen und Pioniergeist. Mancherorts ist sogar davon die Rede, dass sich eine Elektroauto selber bauen lässt und es werden Bausätze angeboten. Fakt ist, dass beim Bau eines E-Autos sowohl der Auspuff als auch Anlasser, Einspritzsystem, Tank und viele andere Teile wegfallen. Hightech wird dennoch geboten und der US-Hersteller Tesla hat in kürzester Zeit den Markt regelrecht von hinten aufgerollt. Das Unternehmen von Elon Musk wurde 2003 gegründet und verkaufte allein im Jahr 2020 rund eine halbe Million Fahrzeuge, im Jahr 2021 sogar mehr als 936.000 Fahrzeuge. Unter den Newcomern auf dem Markt hat sich Tesla längst die Pole Position gesichert.

Tesla Model s
Sony Vision-S 02

Neue Automarken und alte Bekannte

Ebenfalls neu auf dem Markt sind die E-Auto-Projekte einiger großer Unternehmen aus anderen Bereich. Da ist zum Beispiel der renommierte Elektronikkonzern Sony. Die Japaner haben im Rahmen des Consumer Electronics Show (CES) 2022 einen Prototypen für ein Elektroauto gezeigt und damit bereits das zweite Modell im Portfolio. Der Sony 01 wird schon im Straßenverkehr getestet und könnte bald auf dem Markt erscheinen, der Sony Vision S-02 ist ein kompaktes SUV und soll zur Gründung der Sony Mobility Inc. führen. Mit anderen Worten wird es einen eigenen Elektroautokonzern unter der Ägide von Sony geben und als Mitstreiter wurden bereits Magna, Continental sowie ZF und Bosch gewonnen.

Eine echte Legende in der Autowelt ist Pininfarina. In den vergangen Jahrzehnten ist die italienische Designschmiede mit herausragender Linienführung bekannt geworden. Der Ferrari Dino ist ebenso ein Hingucker wie der Quattroporte aus dem Hause Maserati. Die Zeiten als reiner Designer sollen nun jedoch vorbei sein und das Know-how im Karosseriebau mit eigenen Elektroautos und eigenem Logo kombiniert werden. Im Luxussegment, versteht sich. Ebenfalls ein Unternehmen mit Tradition ist Wiesmann. Der Autobauer aus dem Münsterland „borgt“ sich die Motoren allerdings von BMW und wildert im Retrobereich. Die Besonderheit liegt im Setzen auf Verbrennungsmotoren und ein Anknüpfen an die Tradition offener britischer Sportwagen.

Etwas größer dimensioniert ist der Markteinstieg des chinesischen Herstellers Lynk & Co. Das Unternehmen aus dem Reich der Mitte ist eine Schwestermarke von Volvo und auf seinem Heimatmarkt bereits seit 2017 mit dem kompakten SUV 01 erfolgreich. Nun soll das Auto auch hierzulande zu haben sein und wird von einem cleveren Abonnement-Modell für Versicherung, Steuer und Wartung begleitet. Lediglich einen altbekannten Namen tragen die Fahrzeuge von MG. Was ehemals ein britischer Sportwagenbauer mit legendären Roadstern war, ist mittlerweile in chinesischer Hand. Gebaut werden Kompakt-SUV und in der Planung sind auch größere SUV-Modelle. Allesamt mit Elektroantrieb. Apropos China: auch Aiways wird in Kooperation mit dem Elektronikhändler Euronics auf den deutschen Markt kommen, ebenso wie Maxus mit elektrischem Lieferwagen. Alte Bekannte, allerdings auch in Deutschland eher Newcomer, sind die Marken Nio und BYD, die zunächst in Norwegen erfolgreich sein wollen. Auch Byton stammt aus China und soll mit dem M-Byte bald auch in Deutschland vertreten sein. Bedenkt man, dass Foxconn und damit der Produzent der Apple iPhones zu den Investoren gehört, dürften die Pläne ganz sicher auch umgesetzt werden.

Lynk & Co 01
Fisker Ocean 704x396

Neuzugänge der letzten Jahre als Start-Ups

Neue Automarken sind keineswegs immer kapitalstarke Großunternehmen, sondern oftmals auch Start-Ups mit frischen Ideen und erst einmal kleinen Auflagen. Ein alter Hase ist dabei Fisker Automotive. Das US-Joint Venture hat 2011 sein erstes Auto an den Hollywood-Star Leonardo di Caprio ausgeliefert und hat seitdem immer wieder versucht, Tesla Konkurenz zu machen. 2022 soll der Fisker Ocean auf den Markt kommen und als Kompakt-SUV einen neuen Anlauf einleiten. Apropos Tesla: als größter möglicher Konkurrenz wird Lucid Motors gehandelt. Das US-Unternehmen existiert seit 2007 und hat rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit handelt es sich ganz sicher nicht mehr um einen „Kleinen“, zumal der CEO zuvor bei Tesla als technischer Leiter tätig war und auch der ehemalige Designchef von Mazda Nordamerika mit an Bord ist. Lucid Motors ist an der Börse notiert und ein echtes Milliardenunternehmen mit zahlreichen Verflechtungen. Der Lucid Air mit seinen 1.095 PS ist auch schon zu haben.

Aus München stammt das Unternehmen Sono, das auch schon seit 2016 existiert. Das Geld für den Bau eines Elektroautos stammt aus dem Crowdfunding und soll dafür sorgen, dass mit dem Sion ein Solarfahrzeug auf die Beine bzw. Räder gestellt wird. Folgt man den Entwicklern, so könnten bis zu 34 Kilometer allein mit Sonnenenergie möglich sein, was für die City voll und ganz ausreicht. Ausbaufähig. In Schweden ist Uniti das spannendste Start-Up im Bereich neuer Automarken. Das Design ist unverkennbar skandinavisch und damit minimalistisch und auch hier stammen die Gelder für die Entwicklung aus dem Crowdfunding. Eine Besonderheit bei Uniti könnte der günstige Preis sein, denn der Uniti One wird ein echter Winzling mit nur einer Sitzreihe. Zuletzt werden mit TOGG und Zeta zwei neue Autobauer aus Ländern mit bislang eher geringer Auto-Exportquote auf den deutschen Markt gelangen. TOGG stammt aus der Türkei und gilt als Prestigeprojekt des dortigen Staatspräsidenten. Gleich fünf Modelle sind in Planung. Bei Zetta handelt es sich um ein russisches Unternehmen, das vor allem durch günstige Preise auf den deutschen Markt drängt und selbst Dacia in diesem Bereich Konkurrenz machen könnte. Der Name Zetta steht für „Zero Emission Terra Transport Asset“ und vor allem das modulare Konzept fand viel Beachtung.

Tipp

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Fazit

Neue Automarken erobern zunehmend auch in Deutschland Marktanteile. Neben Edelmarken wie CUPRA oder DS sind vor allem Hersteller von Elektroautos zu nennen. Tesla ist mittlerweile fast schon ein Platzhirsch, Lucid, Byton oder auch Sony und Aiways allerdings noch kaum in der Autowelt in Erscheinung getreten. Spannend ist dabei auch der Wettbewerb der Ideen, die unter anderem in Abomodellen, Solarantrieben oder auch einem modularen Aufbau bestehen.

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