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Ford Kuga vs. Hyundai Tucson - Eine knappe Kiste?


 23. Mai 2019

Bevor es an den Vergleich zwischen dem Ford Kuga und dem Hyundai Tucson geht, müssen erst einmal die Verhältnisse geklärt werden. Gemeint ist in diesem Fall die Namensgebung, die beim Koreaner durchaus verwirren kann. Hyundai Tucson hieß ein SUV, der 2004 auf dem Markt erschien, sich jedoch 2009 wieder verabschiedete. Oder war der ix35 am Ende auch nur ein umbenannter Tucson? Fakt ist, dass das kompakte SUV seit 2015 wieder als Hyundai Tucson angeboten wird und somit in der dritten Generation fährt. Die Zulassungszahlen lagen im Jahr 2018 bei etwas mehr als 24.000: durchaus überzeugend und doch spielt der Ford Kuga mit weit über 40.000 verkauften Exemplaren in einer anderen Liga. Überhaupt ist die zweite Generation des Kölner SUV ein Topseller und hat seinen Erfolg seit ihrem Erscheinen im Jahr 2013 kontinuierlich gesteigert.

Der erste Eindruck

Wer den Tucson zum ersten Mal sieht, erblickt ein durch und durch elegantes Fahrzeug. Der Kaskaden-Kühlergrill passt zur Marke Hyundai und wird mit edlen Blinkern in LED-Technik an der Außenseite der Außenspiegel kombiniert. Verantwortlich zeichnet kein Geringerer als Peter Schreyer, der den Tucson in Interviews bereits als „erwachsener, betont aufrecht, sehr dreidimensional“ bezeichnete. Die Rückleuchten wurden schlank gestaltet und allerorten finden sich große Flächen.

Und der Kuga? Hier wurde die zweite Generation aufgrund ihre großen Dynamik gelobt. Schärfe und Kantigkeit bestimmen die Linienführung. Parallelen zum EcoSport und dem Edge sind unübersehbar. Der Kühlergrill wurde in Form eines Trapezes gezeichnet, darunter befindet sich noch ein kleinerer Kühlergrill und auch an LED-Technik bei den Scheinwerfern wurde nicht gespart. Der Name Kuga ist übrigens eine reine Erfindung bzw. Entwicklung des Herstellers. Er ist einprägsam und steht für ein robustes Fahrzeug. Eine Analogie zum Sportwagen Cougar ist somit nicht vorhanden. Etwas problematisch erscheint der Name Kuga im slowenischen und serbischen bzw. kroatischen Sprachraum, wo das Wort soviel wie „Pest“ bedeutet.

Tucson versus Kuga in Zahlen

Wirft an einen Blick auf die reinen Zahlen, so liegen der Hyundai Tucson und der Ford Kuga recht eng zusammen. Das ist nicht verwunderlich, denn beide Fahrzeuge sind klassische Kompakt-SUV. Hyundai lotet mit einer Länge von 4,48 Meter bereits die Obergrenze dieser Fahrzeugklasse aus. Der Tucson ist 1,85 Meter breit und 1,64 Meter hoch. Ein Dickschiff? Beinahe, aber zumindest innerhalb der Klasse ein echter Meilenstein. Der Kuga geht jedoch noch einen Schritt weiter und bringt es auf stolze 4,52 Meter Länge. Breite und Höhe rangieren bei 1,84 Meter und 1,70 Meter. Wer es üppig mag, ist bei Ford also besser aufgehoben.

Spannend ist in diesem Kontext natürlich auch die Frage, wie sich die schnöden Maße praktisch auswirken. Der Laderaum des Hyundai Tucson liegt bei 513 Liter bzw. 1.503 Liter maximalem Volumen, sofern die Rücksitze umgeklappt wurden. Beim Ford Kuga öffnet sich die hintere Ladeklappe auf Wunsch automatisch und über eine simple Fußbewegung. Zur Verfügung stehen zwar „nur“ 456 Liter im Kofferraum, doch lässt sich dieser auf maximale 1.653 Liter erweitern. Den Ruf als Lademeister erarbeitet sich somit das Modell aus Köln-Niehl.

Unter der Motorhaube

Beim Antrieb sind sowohl der Hyundai Tucson als auch der Ford Kuga voll auf Höhe der Zeit. Beide Fahrzeuge werden in den kleineren Motorisierungen mit Vorderradantrieb angeboten, existieren jedoch auch in Allradvarianten. Des Weiteren sind alternativ Schalt- oder Automatikgetriebe im Programm. Beim Kuga wurde bereits für Generation drei ein Hybridantrieb angekündigt, doch die aktuelle Generation begnügt sich mit effizienten Benzin- und Dieselaggregaten. Die EcoBoost-Technik der Benziner bringt 150 oder 176 PS auf die Straße, als Diesel werden 120, 150 oder 180 Pferdestärken entfesselt. Der Hyundai steht dem in nichts nach und leistet als Benziner maximal 177 PS, als Diesel bis zu 185 PS. Beim Tucson beginnt das Vergnügen allerdings schon mit 132 PS beim Benziner bzw. 116 PS beim Diesel, womit das Leistungsspektrum ein klein wenig größer ausfällt.

Über Stock und Stein

Weder der Hyundai Tucson noch der Ford Kuga verstehen sich als Geländewagen. Angesichts der robusten Bauform und des Allradantriebs, sollte ein kurzer Blick auf die Geländetauglichkeit nicht fehlen. Der Hyundai Tucson bringt es auf einen Böschungswinkel von 17,2° vorne und 24,5° hinten und eine Watttiefe von 500 Millimetern. Der Kuga ist in diesem Bereich deutlich überlegen, was anhand eines Böschungswinkels von 21° vorne und 28° hinten eindrucksvoll untermauert wird. Lediglich die Watttiefe fällt mit 450 Millimetern etwas bescheidener aus, doch für das Durchqueren von Flüssen stehen hierzulande ohnehin meist Brücken zur Verfügung.

Zielführender ist vermutlich ohnehin der Vergleich des Wendekreises und hier ist der Hyundai mit 10,80 Meter gegenüber 11,10 Meter im Vorteil. Für die Innenstadt sind beide Fahrzeuge geeignet.

Komfort und Extras

In der Ausstattung und Komfort bewegen sich beide Fahrzeuge mehr oder weniger im Gleichschritt. Es fiele schwer, hier einem Fahrzeug den klaren Vorzug zu geben, was auch am Bedienen ein- und desselben Segments und einem ähnlichen Preisniveau liegt.

Wer sich ein wenig Luxus gönnen möchte, entscheidet sich beim Ford Kuga für die Ausstattung als Vignale. Der Name nimmt auf eine frühere italienische Automobildesign-Schmiede (Carozzeria Vignale) Bezug und steht bei Ford für Luxus. Zu haben sind unter anderem elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Umfeldbeleuchtung und Memory-Funktion und natürlich das Ford SYNC 3 System inklusive Navigation und Rückfahrkamera sowie Premium-Lautsprechern des Herstellers Sony. Ebenfalls verfügt der edelste Kuga über einen Parkpiloten und beheizbare Vordersitze. Die Liste der Extras ließe sich naturgemäß noch deutlich erweitern.

Beim Hyundai Tucson schlägt wiederum der Around-View-Monitor zu Buche, dank dem das Fahrzeug (virtuell) aus der Luft betrachtet werden kann. Auch hier lassen sich die Sitze beheizen und auch hier wurde an eine Memory-Funktion gedacht. An Sicherheitssystemen lässt sich ebenfalls ein Gleichstand verkünden.

Fazit

Wer mehr Platz möchte, greift zum Ford Kuga. Ein kleiner Nachteil könnte darin bestehen, dass der Tucson neuer ist und das SUV aus dem Hause Ford kurz vor einem Generationswechsel steht. Andererseits sorgt dies vielfach für besondere Schnäppchen, denn seine Qualität hat auch der aktuelle Kuga eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Fahrzeugdaten

Daten Hyundai Tucson Ford Kuga
Fahrzeugklasse SUV SUV
Modelljahr 20152018
Anzahl Türen 5 5
Länge 4475 mm 4524 mm
Breite 1850 mm 1838 mm
Höhe 1645 mm 2690 mm
Sitze 5 5
Radstand 2670 mm 2690 mm
Gepäckraumvolumen (normal)513 l  456 l
Leergewicht 1454 –1690 kg  kg
zulässiges Gesamtgewicht 1895 – 2250 kg 2100 kg

Technische Daten Ottomotoren

DatenHyundai Tucson GDIFord Kuga Duratec
Motor4 Zylinder4 Zylinder
Hubraum1591 cm3 2521 cm3
Leistung97 – 130 kW
132 – 177 PS
147 kW
200 PS
Beschleunigung 0-100 km/h8,9 – 11,5 Sek.8,2 - 8,8 Sek.
Max. Geschwindigkeit182 – 205 km/h205 - 210 km/h
Kraftstoffverbrauch kombiniert6,3 – 7,6 l/100 km9,9 - 10,3 l/100 km
CO2-Emmision kombiniert147 – 177 g/km234 - 244 g/km
EffiziensklasseC – DC – D
AbgasnormEuro 6Euro 6

Technische Daten Dieselmotoren

DatenHyundai Tucson CRDiFord Kuga TDCi
Motor4 Zylinder4 Zylinder
Hubraum1685 – 1995 cm31997 cm3
Leistung85 – 136 kW
116 – 185 PS
100 - 120 kW
136 - 163 PS
Beschleunigung 0-100 km/h9,5 – 13,7 Sek.9,6 - 10,7 Sek.
Max Geschwindigkeit176 – 201 km/h180 - 195 km/h
Kraftstoffverbrauch kombiniert4,6 – 6,5 l/100 km3,8 – 5,2 l/100 km
CO2-Emmision kombiniert119 – 170 g/km156 - 179 g/km
EffiziensklasseA – CA – C
AbgasnormEuro 6Euro 6

Daten Stand: 12.03.2018

Bildquelle © Ford & Hyundai


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