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Ford Fiesta vs. Seat Ibiza - Ein Vergleich


12. April 2018

Seat Ibiza gegen Ford Fiesta – dieses Duell der Kleinwagen verspricht jede Menge Spannung, da sowohl zahlreiche Parallelen als auch grundlegende Unterschiede bestehen. Ungeduldigen Leserinnen und Lesern sei gleich vorab verraten, dass es fast zu einem Unentschieden kommen wird und für beide Fahrzeuge eine Fülle an guten Gründen existieren. Vom Thron stoßen lässt sich Europas Topseller im Kleinwagensegment jedoch auch in puncto Qualität noch nicht.

Tradition gegen noch mehr Tradition

Da ist zunächst die Tradition, die klar auf Seiten des Fiesta ist. Seit 1976 ist der kleine Ford nun schon auf dem Markt und fuhr 2017 in die achte Modellgeneration. Für Ford bedeutet der Bau eines Kleinwagens seinerzeit das Betreten von Neuland und auch der Frontantrieb und der quer eingebaute Motor waren bis dato undenkbar. In den folgenden Jahren mauserte sich der Fiesta zu einem Erfolgsmodell und stellte für ganze Generationen von Fahranfängern den ersten fahrbaren Untersatz dar. Im März 2017 handelte es sich gar um das meistverkaufte Fahrzeug Europas, was durch mehr als 15 Millionen Verkäufe insgesamt und die Dominanz in der europäischen Kleinwagenstatistik. Kurzum: wer einen Klassiker und ein rundum bewährtes Modell fahren möchte, liegt mit dem Fiesta richtig.

Zu einem Duell zwischen Traditionalist und Newcomer lässt sichder Vergleich mit dem Ibiza aber wahrlich nicht hochstilisieren. DerSpanier fährt seit 1984 im Kleinwagensegment und und ist damit ebenfallseine Legende. Hinzu kommt, dass die erste Generation vom Golf-ErfinderGiorgio Giugiaro entworfen wurde und seinerzeit die ersteEigenentwicklung bei Seat war. Ein interessantes Detail ist dieTatsache, dass auch hier die aktuelle Generation im Jahr 2017 startete –in diesem Fall die fünfte Auflage. Hinsichtlich der Verkaufs- undZulassungszahlen kann der Ibiza dem Fiesta jedoch nicht annähernd dasWasser reichen.

Vergleich nach Zahlen

Warum das so ist? An den Maßen kann es sicher nicht liegen, denn hier liegen beide Kontrahenten nah beieinander. 4,04 Meter misst der Fiesta, 4,06 Meter der Ibiza. In der Breite stehen 1,74 Meter einem Wert von 1,78 Meter gegenüber und während der Fiesta 1,47 hoch ist, bringt es der Ibiza auf 1,44 Meter. Wirft man einen Blick auf das Laderaumvolumen, so schlagen beim Ibiza 262 Liter im Kofferraum und bis zu 1.165 Liter bei umgeklappten Rücksitzen zu Buche. Der Ford Fiesta schluckt im Kofferraum sogar 292 Liter, bringt es dafür jedoch maximal nur auf 1.093 Liter bei Verzicht auf die hinteren Sitze. Beide Fahrzeuge verfügen über einen variablen, herausnehmbaren bzw. verstellbaren Ladeboden. Der Platz im Innenraum ist ebenfalls im Ibiza größer: sechs Zentimeter mehr Beinfreiheit sprechen hier eine klare Sprache.

Unter der Motorhaube

Bei der Motorisierung bietet der Fiesta sowohl mehr Vielseitigkeit als auch mehr Wumms unter der Haube. Allein die Benzinmotoren mit oder ohne EcoBoost lassen sich in sechs Leistungsstufen einbauen. Los geht es mit 70 PS und erst bei 200 PS ist das Maximum erreicht. Anders formuliert, lässt sich der Ford Fiesta 1.5 EcoBoost in 6,5 Sekunden auf 100 km/h katapultieren und bringt es auf 232 km/h Höchstgeschwindigkeit. Als Diesel stehen noch einmal 85 oder 120 PS aus dem 1.5 TDCi zur Verfügung. Eine Parallele zum Ibiza: auch hier wird mit einem oder eineinhalb Litern Hubraum gefahren. Der Spanier ist schon mit 65 PS zu haben, reicht jedoch gerade einmal bis zu 115 PS bei Benziner und Diesel. Entsprechend mau fällt dann auch die sportliche Performance aus, wenngleich auch 9,3 Sekunden für den Normsprint ein vorzeigbarer Kleinwagenwert ist. Als Diesel stehen zwischen 80 und 115 PS bereit.

Komfort und Ausstattung

Hinsichtlich der Ausstattung sind beide Fahrzeuge ein Musterbeispiel für die Vielfalt heutiger Kleinwagen. Keine Spur von Purismus: sowohl Ford als auch Seat gehen in die Vollen. Der Fiesta verfügt beispielsweise über einen serienmäßigen Spurhalteassistenten, ACC sowie einen Toter-Winkel-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung und ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung.  Bei Letzterem hält der Seat Ibiza mit und auch die automatische Distanzregelung ACC ist mit an Bord. Verkehrszeichen und tote Winkel werden allerdings nicht erkannt und das Halten der Spur erfolgt hier noch über konzentriertes Hantieren mit dem Lenkrad. Immerhin wartet der Ibiza mit einem Aufmerksamkeitsassistenten bzw. Müdigkeitswarner auf.

Der Fairness halber sei erwähnt, dass auch Seat in seinem Ibiza mit einer Fülle an Annehmlichkeiten aufwartet. Beliebt ist das BeatsAudio™ Soundsystem mit Full Link-Technologie und dank der so genannten Connectivity Box lassen sich mobile Geräte problemlos ins Infotainment einbinden. Ein Schmankerl ist die induktive Ladefunktion und sogar Amazons Alexa ist Teil des Programms. Immer noch nicht genug? Dann sei an dieser Stelle auf das virtuelle Cockpit des Seat Ibiza, die Rückfahrkamera; das Einstellen und Abrufen individueller Fahrprofile sowie das schlüssellose Schließ- und Startsystem hingewiesen. Auch eine Besonderheit der spanischen VW-Tochter ist das Leuchten mit Voll-LED-Scheinwerfern. Ein Blick zu Ford verrät, dass eine ganze Reihe der genannten Funktionen ebenfalls mit an Bord sind. Die Steuerung erfolgt hier via SYNC3, das sich auch via Sprache steuern lässt.

Und die Emotionen?

Ziehen wir ein Zwischenfazit, so zeigt sich, dass der Seat Ibiza mehr Platz bietet, der Ford Fiesta dafür auf Wunsch stärker motorisiert ist. Auch bei den Assistenzsystemen hat der kölsche Kleinwagen die Nase vorn. Soweit die Grundlage für eine rein vom Verstand gesteuerte Auswahl, die ein jeder unter Einbeziehen des Preises individuell treffen kann. Emotional ließe sich ein kleiner Vorteil zugunsten des Ibiza verzeichnen, denn schließlich hat dieses Fahrzeug sowohl den red dot design award 2017 als auch den German Design Award 2018 und den autonis 2017 als beste Design-Neuheit eingeheimst. Zehn Lackierungen stehen zur Verfügung, darunter das wahrlich einzigartige „Mystic“, das ein wenig an Roségold erinnert. Auch lässt sich das Armaturenbrett farblich individuell gestalten und auch die Ambientebeleuchtung darf nicht fehlen. Der Fiesta präsentiert sich deutlich gediegener und lässt derlei Extravaganzen vermissen.

Fazit

Zwei Kleinwagen mit kompaktem Anspruch. Der eine mit mehr Platz, der andere mit mehr Leistung, der eine mit mehr Reputation, der andere mit mehr Frische. Ein Fazit fällt hier schwer, denn sowohl für den Ibiza als auch für den Fiesta existieren eine Reihe an Argumenten. Vielleicht sind es am Ende die Assistenzsysteme, die den Ausschlag für den Ford geben. Vielleicht..

Fahrzeugdaten

DatenFord FiestaSeat Ibiza
FahrzeugklasseKompaktklasseKompaktklasse
Modelljahr20192019
Anzahl Türen55
Länge3997 - 4262 mm4059 mm
Breite1732 mm1780 mm
Höhe1467 – 1482 mm1444 mm
Sitze55
Radstand2455 – 2470 mm2443 mm
Gepäckraumvolumen (normal)330 – 530 l275 – 587 l
Leergewicht1055 –1210 kg840 – 970 kg
zulässiges Gesamtgewicht1541 - 1559 kg1640 – 1770 kg

 

Technische Daten Ottomotoren

DatenFord FiestaSeat Ibiza
Motor3-4 Zylinder3 - 4 Zylinder
Hubraum999 - 1422 cm3999 - 1498 cm3
Leistung44 – 92 kW
60 – 125 PS
48 – 110 kW
65 – 150 PS
Beschleunigung 0-100 km/h8,8 – 14,9 Sek.7,9 – 15,2 Sek.
Max Geschwindigkeit168 – 203 km/h162 – 215 km/h
Kraftstoffverbrauch kombiniert3,4 – 4,9 l/100 km4,7 – 5,0 l/100 km
CO2-Emmision kombiniert88 – 115 g/km105 – 112 g/km
EffiziensklasseA – EA – E
AbgasnormEuro 6Euro 6

Technische Daten Dieselmotoren

DatenFord FiestaSeat Ibiza
Motor3 - 4 Zylinder3 - 4 Zylinder
Hubraum1422 cm31598 cm3
Leistung66 – 77 kW
90 – 105 PS
59 – 85 kW
230 – 250 PS
Beschleunigung 0-100 km/h10,2 – 11,3 Sek.10,0 – 13,3 Sek.
Max. Geschwindigkeit184 – 196 km/h172 – 195 km/h
Kraftstoffverbrauch kombiniert3,4 – 3,5 l/100 km3,8 – 4,1 l/100 km
CO2-Emmision kombiniert88 – 90 g/km99 – 111 g/km
EffiziensklasseA – BA – B
AbgasnormEuro 6Euro 6

Daten Stand: 23.10.2018

Bildquellen © Ford & SEAT


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