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Was tun... bei vereisten Scheiben?


03. Februar 2017

Der Winter hat uns vielerorts fest noch im Griff - vor allem das Enteisen der Scheiben gehört flächendeckend zum morgendlichen Ritual. Und wie jedes Jahr steht manch verschlafenes Auge vor seinem vierrädrigen Eisblock und fragt sich: „Ja, wie denn nun…?“ Das freigekratzte Guckloch sowie der gymnastische Blick durch die freigeblasene Scheibenunterkante sind weiterhin keine Option. Abgesehen vom drohenden Bußgeld ist die Unfallgefahr immens. Passiert es tatsächlich, erhält man eine Mitschuld. Bestraft wird ebenso das Laufenlassen des Motors, um den Wagen freizuheizen. So bleibt dem nicht mit einer Standheizung verwöhnten Autofahrer nur, die Glasflächen und Rückspiegel vollständig zu enteisen. Hier einige Tipps, wie Sie dem Frost trotzen.

Gute Vorbereitung ist alles

Vereiste Scheiben beim Auto

Ob Kratzer, Spray, vor allem aber der Türschlossenteiser – die Hilfsmittel sollten natürlich über Nacht nicht im Fahrzeug, sondern beispielsweise in der Wohnung aufbewahrt werden. Zudem ist es bei Dauerfrost sinnvoll, einen Notkratzer und Türschlossenteiser permanent am Körper zu tragen. Ist es draußen klirrend kalt, reicht schon ein kurzer Parkaufenthalt und unter freiem Himmel und der Wagen ist wieder dicht. Sinn macht weiterhin, ein Paar gesonderte Handschuhe parat zu haben, damit man nach der Enteisungs-Prozedur nicht in den dreckig durchnässten den Tag verbringen muss.

Ob Fäustlinge oder Fingerhandschuhe ist dabei egal, nur sollten sie möglichst weit über die Handgelenke ragen und aus einem wasserabweisenden Obermaterial sowie warmen Fütterung bestehen. Reine Wollhandschuhe saugen sich voll und die Fasern frieren fest. Die Utensilien bewahrt man am besten in einem verschließbaren Behältnis auf. So hat man sie stets beisammen, kann sie einfach transportieren und der Wageninnenraum bleibt sauber und trocken.

Hausmittel gegen die leichte Vereisung

Es gibt durchaus Hausmittel, die bei der Scheibenenteisung helfen. Allerdings nur, solange die Temperatur nicht deutlich und dauerhaft unter die Null-Grad-Marke fällt. Bewährt hat sich bei Raureif und leichter Vereisung eine 2:1-Mischung aus Wasser und Reinigungsalkohol plus einem Schuss Spülmittel. Die Flüssigkeiten füllt man in eine Sprühflasche und trägt sie so auf die vereisten Scheiben auf. Wichtig: das Wasser sollte nicht zu warm sein. Zum einen gefriert warmes Wasser schneller als kaltes (Mpemba-Effekt). Zum anderen sorgt ein Temperaturschock für Spannungen auf der Scheibe und lässt sie im Extremfall reißen. Vor der „Schnellenteisung“ mit einem Eimer heißen Wassers kann man also nur wiederholt eindringlich warnen! Das Tauwasser sollte man sofort und vollständig von der Scheibe mit einem Abzieher oder Lappen entfernen. Ansonsten sorgen der rasch verfliegende Alkohol sowie Fahrtwind dafür, dass die Scheiben im Nu wieder zufrieren.

Wer Probleme mit vereisten Innenscheiben hat, kann über Nacht eine Zeitung auf dem Armaturenbrett oder im Fußraum auslegen. Sie zieht die Feuchtigkeit aus der Innenluft und beugt gefrierendem Kondenswasser vor. Der Trick funktioniert auch mit Reis oder Holzkohle. Im Fachhandel gibt es alternativ spezielle Entfeuchtersäckchen für etwa 10 Euro. Wer die Übernacht-Entfeuchtung vergessen hat, kann als Notmaßnahme morgens eine Wärmflasche nahe der Windschutzscheibe platzieren, um den Frost zu schmelzen. Aber auch hier gilt: Das eingefüllte Wasser darf nicht zu heiß sein und die Wärmflasche das Glas nicht berühren. Entsprechend dauert es aber auch bis zu 20 Minuten, bis ein großflächiger Effekt eintritt. Das Schmelzwasser wird dann mit einem saubereren Lappen oder Scheibenschwamm abgewischt.

Wenn Väterchen Frost richtig zuschlägt

Hausmittel gegen vereiste Scheiben

Bei Dauerfrost helfen nur die harten Geschütze. Bewährt hat sich die kombinierte Anwendung von Enteisungsspray und Kratzer. Mit dem Spray taut man zunächst die Eisschicht an und schabt die freiwerdenden Schollen mit dem Eiskratzer ab. Entfrostersprays wirken ähnlich wie das eingangs erwähnten Hausmittel: Die Inhaltsstoffe, darunter die Alkohole Ethanol und Glykol, haben einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser und lösen so die Eisschicht auf. Allerdings arbeiten die Fertigprodukte deutlich effektiver und beugen bis zu einem gewissen Grade einer Wiedervereisung vor. Ein guter Enteiser verfügt über eine fein verteilenden Sprühkopf und enthält wenig bis gar kein schmierfilmbildendes Glycerin. Ebenso greift er den Lack und die Dichtungen nicht an. Inzwischen haben sich Pumpsprühflaschen durchgesetzt, da sie ergiebiger und umweltweltfreundlicher als Aerosoldosen sind. Zudem verwehen die feinen Tropfen nicht so schnell wie ein Gasgemisch. Rund 5 Euro muss man für die Halbliterflasche eines guten Markenenteisers investieren.

Welchen Eisschaber man verwendet, hängt von der Größe des Fahrzeuges sowie den Glasflächen und deren Krümmung ab. Breite Schaber mit Teleskopstil machen beispielsweise bei Vans und SUVs Sinn, bei Kleinwagen sind sie unhandlich. Da reicht ein kleiner Handschaber mit rutschfestem Griff. Wichtig für eine effektive Eisbeseitigung ist, dass die Schabkante nicht wackelt und genügend Flexibilität aufweist, um das Glas nicht zu verkratzen. Von Metalllippen oder Haushaltsklingen (Kochfeldschaber, Malerspachtel) ist also abzuraten, zumal man damit schnell eine Gummidichtung verletzt. Verkratzungen entstehen übrigens nicht so sehr durch den Eisschaber selbst, sondern Schmutzpartikel und Salzreste, die man mit der Kante über die Fläche reibt. Eine zu weiche oder zu dicke Kante machen aber ebenso wenig Sinn, da sich das Eis nicht durchdringen und abhebeln lässt.

Ein guter Eiskratzer besitzt eine glatte Schabkante und eine grob gezahnte Seite gegen massive Vereisungen. Das Entfernen des Schmelzwassers gelingt am besten mit einem separaten Haushaltabzieher. Hat sich auf dem Eispanzer eine Schneeschicht gebildet, benötigt man einen weichen Besen, um sie abzufegen. Das darf durchaus ein Kehrbesen sein, nur bitte nicht auch mit der Kehrschaufel zu Werke gehen. Eine CD-Hülle kann man im äußersten Notfall mal einsetzen, ebenso eine nicht mehr genutzte Scheckkarte, wenngleich sich deren Wirkung in Grenzen halten wird. Komplett sparen kann man sich das Geld für elektrische Hilfen jeder Art, darunter beheizbare oder selbsttätige Eisschaber. Die Batterie- oder Akkuspannung reicht nicht aus, um eine nennenswerte Enteisung zu erreichen. Wäre sie ausreichend, wäre Sie wiederum zu gefährlich.

Nachbereitung

Nach dem Frost ist vor dem Frost. Zwar nerven abendliche Vorbeugemaßnahmen, dafür ist es am nächsten Morgen umso erhebender, sofort mit freier Sicht loszufahren. Zunächst sollte man sein Auto am Abend kurz durchlüften, um die Innenklima der Außenbedingung anzupassen. Zusammen mit einem Entfeuchtersäckchen für etwa 10 Euro lässt sich so Innenscheibenfrost vermeiden. Die Außenscheiben prophylaktisch mit Essigwasser oder einer Zwiebel gegen Vereisung zu schützen, bringt nicht viel. Da bietet es sich eher an, zumindest die Frontscheibe mit einer Schutzfolie abzudecken. Die beliebte Pappe sollte man nur bei trockener Witterung auflegen, da Sie sonst durchfeuchtet und festfriert. Die einfachste und mit ein wenig Übung schnellste Methode ist das Anbringen einer Schutzhaube, die zumindest die Scheiben abdeckt.

Die sogenannte Halbgarage hat zudem den Vorteil, dass Sie sich gegen Wegwehen fixieren lässt. Man sollte jedoch darauf achten, dass sie in Form um Größe auf das Fahrzeug passt und aus einem lackschonend weichen Material besteht. Eine strapazierfähige Halbgarage kostet ab 20 EUR aufwärts, eine den Wagen komplett umschließende Ganzgarage rund das Doppelte. Einziger Nachteil: die feuchte Pelerine muss man nach dem Abnehmen irgendwo lassen. Ein nässegeschützter Bereich im Kofferraum ist häufig die beste Lösung. Liegen die Rückspiegel frei, helfen tatsächlich übergestülpte Socken gegen Vereisung. Sind die Scheibenwischer ungeschützt, kann man sie abends aufstellen, damit sie nicht an der Scheibe festfrieren.

Bildquellen: © Luftblick / Fotolia, Mikalai Davidziuk / Fotolia


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