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Angela Merkel im Audi A8 L Security


14.04.2017

Ob Angela Merkel über das Jahr 2017 hinaus unsere Kanzlerin sein wird, kann zwar noch niemand sagen. Aber eines ist fast sicher: zur Dienstflotte wird weiterhin ein Audi A8 L Security gehören. In der neuen Version schützt der Luxusbrocken seine Insassen endlich auch gegen Sprengladungen.

Dass sich unsere Spitzenpolitiker in einem Oberklassenfahrzeug von Audi chauffieren lassen, ist ein relativ junges Phänomen. Erstmals hob Altbundeskanzler Gerhard Schröder 1998 den Audi A8 in den Adelsstand einer Staatskarosse und brach mit der seit Adenauer geltenden Mercedes-Tradition.

Ganz uneigennützig geschah die Wahl wohl nicht: Der einstige Ministerpräsident Niedersachsens war Aufseher im Wolfsburger VW-Konzern, zu dem bekanntlich die Marke Audi zählt. Und ein bisschen Autowerbung in eigener Sache kann bekanntlich nie schadenDen Spitznamen „Audi-Kanzler“ erhielt Schröder aus noch einem anderem Grund: Die vier Ringe im Markenlogo stimmten mit der Zahl seiner Eheschließungen überein. Später stiegt Schröder auf übrigens auf den inzwischen nicht mehr gebauten VW Phaeton um.

Sechs Monate Bauzeit in abgeschirmter Umgebung

Dass ein Spitzenpolitiker nicht in einem Standard-A8 unterwegs sein kann, scheint logisch. Aufgrund der Anschlagsgefahr bedarf es bis ins Fahrzeug-Detail reichender Schutzvorrichtungen.

Ein Serienmodell nachzurüsten reichte nicht aus. Entsprechend ist der A8 L Security eine Spezialanfertigung, um sie von Grund auf gegen massive Außeneinwirkungen zu sichern. Mit dem Standardmodell hat er nur noch das repräsentative Aussehen gemein. Hergestellt wird der A8 L Security in einem abgeschirmten Werk in Neckarsulm. Die Bauzeit erfordert rund sechs Monate als eine Kombination aus manueller Fertigung und Serienproduktion.

Die Sicherheitsprüfung der Komponenten erfolgt extern durch speziell ausgerüstete Beschussämter. Diese befinden sich in München, Ulm sowie Mellrichstadt. Dabei werden selbst die Schweißnähte und Überlappungen begutachtet und neuralgische Punkte wie Türkanten unter Beschuss genommen. Je nach Widerstandsfähigkeit wird das Fahrzeug dann einer von insgesamt zehn VR-Klassen zugeteilt. Das VR steht dabei für „Vehicle Resistance“ und wird nach der Richtlinie BRV 2009 „Durchschusshemmende Fahrzeuge“ getestet.

Hartkernpatronen und Granatenwurf

Audi A8 L Security Interieur

In der Vorgängerversion war der Audi A8 L Security VR7-zertifiziert. Das bedeutet, dass er Kugeln aus einem zehn Meter entfernten Sturmgewehr standhielt. Dazu zählen beispielsweise das Bundeswehr Standardgewehr HK G3, die US-amerikanische M16 und russische Kalashnikov AK-47. Es galt somit als „kugelsicheres Fahrzeug“ – Sprengkörpern war der Audi hingegen nahezu schutzlos ausgeliefert.

Das änderte sich mit der seit Anfang 2016 erhältlichen Neuversion. Der Koloss erfüllt seitdem die Vorgaben für die Widerstandsklasse VR9 sowie die Sonderrichtlinie ERV2010 gegen Sprengladungen. Damit haben selbst Stahlhartkern-Patronen mit einer Aufprallgeschwindigkeit bis 2952 km/h keine Chance, die Karosserie und Scheiben zu durchdringen. Ebenso können den Insassen Handgranaten-Explosionen sowie seitlich und am Fahrzeugboden angebrachte Sprengladungen kaum mehr etwas anhaben.

Die höchste Widerstandklasse für Zivilfahrzeuge VR10 erfüllt derzeit übrigens nur der Mercedes-Maybach S 600 Guard. Wer es drauf anlegt, kann aber selbst diesen rollenden Tresor knacken. Entweder mit einem Maschinengewehr-Dauerbeschuss auf einen Punkt oder aber schweren Waffen wie einer Panzerfaust.

Audi A8 L Security: Die technischen Details

Fahrzeugart: gepanzerte Luxuslimousine
Widerstandsklasse: VR9 und ERV2010
Markteinführung: Februar 2016
Preis: unbekannt (die Vorgängerversion kostete rund 400.000 EUR)

Antrieb
4,0 Liter Biturbo-V8 TFSI (600 Nm, 435 PS)
6,3 Liter TFSI W12 (625 Nm, 500 PS)
permanenter Allrad (quattro)
Achtstufen-Tiptronic Schaltung
Gewicht: 3,5 Tonnen
Spitzengeschwindigkeit: 210 km/h
Beschleunigung: 0 auf 100 in 7,1 bzw. 7,5 Sek.

Schutzausstattung Standard
warmgeformter Panzerstahl
spezielle Aluminium-Legierung für Fahrzeugboden
mehrlagiges Spezialglas mit Polycarbonat-Beschichtung
schusssicheres Aramid-Gewebe
hitzebeständige Keramik-Elemente
Wechselsprechanlage nach außen
gepanzerte Kommunikationsbox im Kofferraum inkl. Notbatterie
19 Zoll Notlaufräder (Schmiede-Alu mit Kunststoffring, bei Druckverlust fahrbar bis 80 km/h)

Schutzausstattung optional
Automatisches Feuerlöschsystem für Radhäuser, Unterboden, Motorraum
Notausstieg (Sprengtüren mit pyrotechnischen Trennschrauben)
Notfall-Frischluftsystem (2 Druckflaschen)
Panzerung für Tank und Batterie
Funkfernstart

Bildquelle © Audi


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