Abarth 595

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Fiat Abarth 595: Schneller Spaß für zwischendurch

Wie man liebliche Kleinstwagen in Höllenmaschinen verwandelt, zeigte Sportwagenhersteller Abarth schon in den 1960ern am Beispiel des Fiat 500. Seit 2007 melden sich Kultmarke und Kultkugel unter der Führung von Fiat offiziell zurück. Ergebnis ist eine neue Generation des Abarth 595, der an Lifestyle und Leistung nur schwer zu überbieten ist. Mit dem neuen Abarth 595 lässt Fiat einen hoch aggressiven Floh auf den Kleinstwagen-Fan los, der äußerlich wie technisch ein lupenreines Sportgerät ist. Fünf unterschiedliche Modelle hält der Hersteller im Angebot, einer schneller als der andere, wahlweise auch als Cabrio. Leider fällt im Geschwindigkeitsrausch die Fahrzeugsicherheit weitgehend hinten runter.

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Schräghecklimousine

Abarth 595

Schräghecklimousine

Cabriolet

Abarth 595

Cabriolet

Highlights

  • Rennsport-Exterieur, -Interieur und –Technik:
  • Erhältlich als Fiat Abarth 595c Cabriolet
  • Lenkrad-Sportmodus, Sportfahrwerk, TTC uvm.

Testbericht: Die dicken Backen des Fiat Abarth 595

Der Fiat Abarth 595 erhielt im Sommer 2016 eine vollständige Überarbeitung und ist seitdem das Einstiegsmodell innerhalb der eigenständigen Sportserie. Der vormalige Abarth 500 wurde mit dem Facelift vom Markt genommen. Aufgrund seiner geringen Außenmaße von 3,66 x 1,62 x 1,49 m fällt er in die Kategorie Kleinstwagen und ist in seiner prägnanten Kugelform mit seinem freundlichen Geschwisterchen Fiat 500 identisch. Zahlreiche Details zeigen jedoch unmissverständlich an, dass es sich bei einem Abarth 595 um einen hochgezüchteten Sportwagen handelt. Dazu zählen ausgestellte Kotflügel mit 16-Zoll-Leichtmetall-Rädern und der Dachspoiler. Komplettiert wird der muskulöse Stadtflitzer-Look durch ausgeprägte Seitenschweller, Schürzen mit großem Lufteinlass vorn und zweiflutiger Auspuffanlage hinten. Mit dem Facelift wurden zudem der Rückfahrscheinwerfer und die Nebelleuchten in den Stoßfänger integriert. Ebenfalls neu sind die aus polyelliptischen Modulen aufgebauten Frontscheinwerfer inklusive LED-Tagfahrlicht. Wer das Open Air-Fahrgefühl liebt, kann den Kleinstwagen auch als Fiat Abarth 595c Cabrio mit elektrischem Stoffdach bestellen.

Abarth TTC für mehr Speed in Kurvenlagen

Was das Exterieur eines Fiat Abarth 595 Neuwagen ankündigt, wird im Innenraum bestätigt: Alles ist auf Geschwindigkeit getrimmt. Ein Beispiel ist das abgeflachte Lenkrad mit Sport-Modus, der das Gaspedal und die Servolenkung schneller ansprechen lässt. Ergänzend erhöht das Abarth Torque Transfer Control (TTC) den Vorderachsen-Grip und erlaubt so mehr Speed in Kurvenlagen. Ein tiefergelegtes Sportfahrwerk, Integral-Sportsitze oder innenbelüftete  Scheibenbremsen vorn gehören serienmäßig dazu. Welche sonstigen Details der Kraftknirps ab Werk auffährt, hängt vom Modell ab. So besitzt der nächsthöhere Abarth 595 Pista Teleskopstoßdämpfer mit Frequenz-selektiver Dämpfung, farbig lackierte Bremssättel sowie das neue Fiat Infotainmentsystem Uconnect HD Live mit 7-Zoll-Touchscreen. Eine weitere Stufe darüber rangiert der Abarth 595 Turismo mit 17-Zoll-Felgen, speziellem Koni-Sportfahrwerk, Schaltwippen-Sportlenkrad sowie Leder-Sportsitzen. Ganz oben in der Hierarchie stehen schließlich der Fiat Abarth 595 Competizione und Fiat Abarth 595 Esseesse. Ihre zusätzlichen Stärken sind zum Beispiel ein Performance Pack mit mechanischem Sperrdifferential und Carbon-Sitzschalen, ein vierflutiger Dual-Sportauspuff und eine Brembos-Bremsanlage.

Abarth 595 Motoren: Fiat 4-Zylinder Turbo-Benziner für alle

In der Basisversion des Fiat Abarth 595 ist ein 4-Zylinder Turbo-Benziner mit 1,4 l Hubraum verbaut. Seine 103 kW (145 PS) reichen aus, um den 1100 kg leichten Zweitürer in 7,8 Sek. auf Tempo 100 zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 205 km/h erreicht. Noch rasanter geht es mit den Modellen Fiat Abarth 595 Pista und Turismo über den Asphalt. Ihre 117 kW (160 PS) bzw. 121 kW (165 PS) kicken die Kleinstwagen in 7,3 Sek auf Tempo 100, Schluss ist bei 216 bzw. 218 km/h. Die Leistungsspitze nehmen, wie bei der Ausstattung, die Versionen Fiat Abarth 595 Competizione und Abarth 595 Esseesse ein. Ihre mit großen Garret GT-Turboladern gestärkten 4-Zylinder gehen mit 132 kW (180 PS) ins Rennen und lassen die Kugelblitze in 6,7 Sek. auf 100 km/h schnellen. Ihre Höchstgeschwindigkeiten sind mit 225 km/h angegeben. Serienmäßig sind sämtliche alle Abarth 595 Neuwagen mit einer 5-Gang-Handschaltung ausgestattet, können aber auf Wunsch auch mit einem automatisierten 5-Gang-Schaltgetriebe bezogen werden. Alle Ottomotoren verfügen über moderne Rußpartikelfilter und erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-temp.

Dieser seit 2007 erhältliche Kleinstwagen wiederum hat sein stilistisches Vorbild im Fiat Nuova 500, der von 1957 bis 1977 gebaut wurde

Defizite bei der Sicherheit, Assistenzsysteme Fehlanzeige

Als Hort der Sicherheit kann man den Fiat Abarth 595 nicht bezeichnen. Zwar wurde der kleine Sportwagen bislang keiner gezielten dedizierten Prüfung unterzogen. Doch schon die Standardversion Fiat 500 erreichte im Euro NCAP Crashtest 2017 nur 3 von 5 Sternen. Immerhin sind der Fahrer und Beifahrer serienmäßig rundum durch Airbags geschützt. Dazu zählen Kopfairbags, Seitenairbags und Knieairbags. Ebenfalls bietet der Abarth Neuwagen zumindest auf den vorderen Plätzen Gurtkraftbegrenzer, Gurtstraffer, Gurtwarner sowie technische Stabilisatoren wie ABS, eine Antriebsschlupfregelung und elektronische Fahrdynamikregelung auf. Dennoch ist bei einem Frontalaufprall mit teilweise schweren Kopf- und mittelschweren Halswirbelsäulenverletzungen zu rechnen. Besonders negativ wurden die fast nicht vorhandenen Assistenzsysteme bewertet, die sich ab Werk auf einen hydraulischen Bremsassistenten sowie Speed-Limiter beschränken. Hinzugekauft werden können lediglich Park-, Licht- und Regensensoren – einzeln oder als sogenanntes Urban Paket.

Seit 70 Jahren böser Bruder des Fiat 500

Die erste Version des Fiat Abarth 595 wurde im August 2012 als Sportversion des Fiat 500 vorgestellt. Dieser seit 2007 erhältliche Kleinstwagen wiederum hat sein stilistisches Vorbild im Fiat Nuova 500, der von 1957 bis 1977 gebaut wurde. Dass aus dem Winzling hoch potente Rennwagen destilliert werden, hat bei der italienischen Marke lange Tradition. Und von Anfang an war es der 1949 gegründete Automobilhersteller Abarth, der für den sportlichen Umbau zahlreicher Fiat-Serienmodelle zuständig war. So stellte das Unternehmen bereits 1957 eine frisierte Variante des Fiat 500 mit der Bezeichnung Elaborata Abarth vor, auch bekannt als Fiat Abarth 500 Berlina. Das straßentaugliche Modell besaß neben einer um 15 PS erhöhten Motorleistung das bis heute prägende Emblem des Skorpions - Sternzeichen des Firmengründers Carlo Abarth. In rascher Folge entstanden weitere Fiat 500-Sportmodelle, darunter Coupés im Stile des Fiat 500 Elaborata Abarth Coupé Zagato sowie reine Rennfahrzeuge wie den stark modifizierten Fiat Abarth 500 Pininfarina Record mit Mittelmotor und zentralem Einzelsitz.
Das erste Modell 595 erblickte 1963 als Fiat Abarth 595 Berlina das Licht der Öffentlichkeit. Die neue Nummerierung bezog sich auf den vergrößerten 2-Zylindermotor mit nun 594 ccm Hubraum und 20 kW (27 PS). In Serie gebaut, erreichte das Einstiegsmodell die höchsten Produktionszahlen in der Abarth-Historie. Weitere Abkömmlinge waren der zunächst nur für den Rennsport entwickelte Abarth 595 Berlina SS mit 23,5 kW (32 PS) sowie extrem kotflügelverbreiterte Fiat Abarth 595 Competizione mit 20 kW (27 PS). 1969 erschien schließlich noch der Abarth 595 Berlina Lusso mit hochwertigem Interieur. Die Produktion aller Fiat 500-Derivate endete vorerst 1971, da Carlo Abarth seinen Betrieb inklusive der Namensrechte an den Fiat-Konzern verkaufte. Diese belebten die Kultmarke 2007 unter dem Namen Abarth & C. SpA offiziell wieder und knüpfen im ersten Schritt abermals mit einer Sportversion eines Fiat 500 an die frühere Erfolgsgeschichte an.


Was den damit verbundenen Fahrspaß und das erregende Gefühl von entfesselter Energie betrifft, lässt der kleine Vulkan wohl keinen Autoliebhaber unberührt

Fazit

Ein Fiat Abarth 595 gehört, damals wie heute, zu jener Kategorie von Fahrzeugen, die sich rationalen Argumenten verweigern. Der Kofferraum ist – wie sollte es bei einem Kleinstwagen anders sein -  winzig, der Verbrauch hingegen hoch. Auch sicherheitstechnisch hält der Fiat 500-Mutant mit seinem Leistungsvermögen und auch anderen Kleinstwagen alles andere als Schritt. Ein Nutzwert ist beim Abarth 595 Neuwagen also praktisch nicht gegeben. Es sei denn, man empfindet es als Nutzen, kurze bis mittelweite Strecken mit röhrendem Getöse so schnell wie möglich zu überbrücken. Was den damit verbundenen Fahrspaß und das erregende Gefühl von entfesselter Energie betrifft, lässt der kleine Vulkan wohl keinen Autoliebhaber unberührt. Mithalten können höchstens vergleichbare kleine PS-Punks wie der John Cooper Works und Cooper S, Audi S1, Polo GTI und Opel Corsa OPC.


Pro

  • Rennsport-Fahrtechnik
  • Hochwertiges Interieur
  • legendäres Kugel-Design

Contra

  • geringer Nutzwert
  • hoher Verbrauch
  • lückenhafte Sicherheit

Modell Details

Außenfarbe
Kraftstoff
  • bleifrei
Getriebeart
  • Manuell
Leistung
  • 107 kW (145 PS) bis 133 kW (180 PS)
Außen-Abmessung
  • Länge (mm)3.660
  • Höhe (mm)1.485
  • Breite (mm)1.627
  • Radstand (mm)2.300
Gewicht
  • zulässiges Gesamtgewicht (kg)1.425 - 1.440
  • Leergewicht (kg)1.110 - 1.165
  • Anhängerlast gebremst / ungebremst (kg)800 / 400

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